Hey Dude!
Zu mir, ich bin Sani beim Bund,
hier mal ein paar Hinweise von der "anderen Seite des Zauns":
1. Die Entscheidung, ob du tauglich bist oder nicht, ist REIN SUBJEKTIV vom untersuchenden Arzt
des KWEA's (Kreiswehrersatzamt) und letztendlich vom einstellenden Truppenarzt deiner späteren Einheit
abhängig. Diese vergeben sogenannte "Gesundheitsziffern", die von Römisch I bis VI gehen.
bei GZ's der Nummern I bis III wirst du - bis auf wenige Ausnahmen im IIIer-Bereich - für generell
"wehrtauglich" erklärt, IVer GZ's ...naja, du musst schon schwere Körperliche Schäden haben, z.B. fehlende Gliedmaße, extreme Hypertonie, oder ähnliches...
Ergo ist deine Chance "einfach so" ausgemustert zu werden relativ gering...
Soviel zu den Grundlagen!
Was die beliebtesten zwei Tipps im Netz und auch hier angeht, einige kleine Hinweise:
1. vermeintlicher Drogenkonsum:
Sag dem Arzt du nimmst Drogen dann bekommst du zu aller erst folgendes:
die GZ "II/15". Diese steht für "gelegentlicher bis häufiger Drogenmissbrauch
in einem Zeitraum von max. 2 Jahren."
Dass du diese GZ hast, macht dich aber NOCH NICHT zum Wehruntauglichen!
im schlimmsten, bzw. wahrscheinlichsten Falle, wirst du trotzdem gezogen, dann jedoch von allen wichtigen, sicherheitsrelevanten Tätigkeiten ausgeschlossen, dazu gehört das Schießen, fahren und auch die Wachausbildung. Ergo dienst du in Uniform in der Bundeswehr ohne jemals eine Waffe abzufeuern, einen Tonner zu fahren oder befördert zu werden. Dieser "Drogentipp" macht dich in jedem Fall zum sprichwörtlichen "Schütze Arsch", denn auch deine Ausbilder können sich denken, warum du von all diesen Tätigkeiten ausgebunden bist...
Punkteskala: 2/10
2. "Ich bin rechtsradikal/linksradikal/ich bin anpassungsgestört"
Alles drei relativ ausgefallen, aber...alles Schwachsinn. Fakt ist, die Bundeswehr nimmt ungerne
auffällige Rekruten an, als nazi oder Links-Autonomer hast du also relativ gute Chancen ausgemustert zu werden.
Problematisch ist es alelrdings, wenn du DOCH eingezogen wirst, vieleicht weil der Truppenpsychologe im KWEA ein Arsch ist, oder nen schlechten Tag hatte, oder nen guten, was weiß ich?
Fakt ist, du bist bereits VOR deiner Dienstzeit verhaltensaufffällig, wodurch WÄHREND deiner Dienstzeit
unsere Freunde des Militärischen Abschirmdienstes,kurz MAD, auf dich aufmerksam wird. Das ist sowas wie die Stasi in nett

(um ihre Tätigkeiten mal nicht beschreiben zu müssen)
Es ist nicht gut beim MAD bekannt zu sein, vor allem nicht falls du JEMALS vor hast befördert zu werden, sagen wir mal zum HG, weil du nach sechs Monaten merkst, "hey, der 'Dummfick'(BW-Deutsch) macht ja doch spaß!" Glaub mir, das geht vielen so...
Punkteskala: 4/10
Es gibt zwei totsichere Methoden um nicht in der Bundeswehr dienen zu müssen:
1. KDV
Verweigere den Griegsdienst, mach, wenn du Pech hast, deinen zivi und gut ist. Ertrag es wie ein Mann!
Punkteskala: 7/10
2. Konvertiere zum Judentum!
Anhänger des jüdischen Glaubens dürfen - ohne zum Zivildienst herangezogen zu werden - den Kriegsdienst
in der Bundeswehr verweigern... Pech nur, dass du als Jude AUTOMATÌSCH Israeli bist, mit etwas Pech also
in DEREN Armee dienen darfst...

Ja, die Welt ist irgendwie doch gerecht
Punkteskala: 8/10
Also, um es abzuschließen: Du genießt eine Menge Freiheiten in diesem Staat, mehr Freiheiten, als
die meisten Bewohner dieses Planeten überhaupt kennen!
Als ausgleich verlangt der Staat von dir, dass du neun Monate für seine Verteidigung bereit stehst.
Das ist nicht viel.
Wenn du es doch nicht willst, bitte...bitte bitte mach es auf eine ehrenvolle und faire Art und Weise:
KDV
Es schadet dir sicher nicht, wenn du ein paar Monate eine soziale Aufgabe übernimmst oder
halt Kampfstiefel trägst. Man verblödet zwar ein Stück weit, aber du wirst auch eine Menge lernen...
In diesem Sinne...viel Spaß beim ausprobieren!
Maxim, Sani eurer herzen
